Die ZIB 1 ist kaputt, die SPÖ Kommunikationsabteilung auch

Wer gestern ZIB 1 geschaut hat, dem drängt sich die Frage auf, wer schlechter beinand ist, die ZIB 1 Redaktion oder die SPÖ Kommunikationsabteilung. Hier der Beitrag zur Debatte über die Staatsbürgerschaft in der gestrigen ZIB 1, dem ich mich hier widmen werde: TVTHEK (Er ist zeitlich begrenzt abrufbar)

Da wäre zum Einen die SPÖ, die zum schlechtest möglichen Zeitpunkt eine Reform des Staatsbürgerschaftsrechts fordert und das ohne Vorbereitung einer Erzählung, ohne Details und überhaupt ohne jegliche Kommunikationsstrategie.

Völlig klar, dass dieses Thema immer polarisiert und gerade deshalb wären Zeitpunkt und Erzählung so wichtig. Die SPÖ hat relevante Eckpunkte in ihrem Vorschlag, der einige Voraussetzung und keine Automatismen vorsieht, ist aber nicht einmal bemüht diese herauszuarbeiten.

Sehr bezeichnend ist diese OTS von Christian Deutsch, der sich zwar über die Missinterpretation des Vorschlags durch die ÖVP beklagt, die relevanten Eckpunkt dann aber wieder nicht nennt.

Viel mehr zitierbares ist von der SPÖ-Spitze dazu nicht gekommen, ein gefundenes Fressen für ÖVP und FPÖ. Einzig Nurten Yilmaz ist um das Thema bemüht und erläutert in dieser OTS, dass der Erwerb der Staatsbürgerschaft auch weiterhin an Spracherwerb und eigens Einkommen geknüpft sein soll und das viele Stunden vor Ausstrahlung der ZIB 1.

Trotz aller Versäumnisse der SPÖ-Kommunikation sollten den interessierten Beobachtern die Eckpunkte des SPÖ-Vorschlags zur Reform des Staatsbürgerschaftsrechts nicht entgangen sein. Der ZIB 1 Redaktion sind sie entgangen. Bereits in der Einleitung zum Beitrag (hier das Transkript) sagt Nadja Bernhard: „Die SPÖ will den Zugang zur österreichischen Staatsbürgerschaft erleichtern, etwas all jenen automatisch geben, die im Zuge der Flüchtlingskrise 2015 ins Land gekommen sind und seither legal hier leben“. Was für ein Blödsinn, ja eigentlich FakeNews.

Dann berichtet im Beitrag Christian Hofmann, dass es die Staatsbürgerschaft für hier geborene Kinder laut SPÖ-Vorschlag automatisch geben soll. Auch das ist wieder ein völliger Holler.

Zum Abschluss dann noch der ÖVP-Spin, dass dann mit einem Schlag eine halbe Million Menschen einzubürgern wären. Er wird völlig unkommentiert wieder gegeben und am Ende des Beitrags darf Susanne Raab noch sagen, dass die Staatsbürgerschaft der Endpunkt einer Gelungenen Integration sein muss. Der viel kritisierte Teil ihrer Aussage, dass die Staatsbürgerschaft, „kein Willkommensgeschenk am Anfang des Zuzugs“ (Nach 6 Jahren und 3 Jahren eigenem Einkommen!?) sein darf, wurde übrigens nicht gebracht.

Wie kann es passieren, dass es ein journalistisch so mieser Beitrag in die wichtigsten Nachrichtensendung des Landes schafft?

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